Springe direkt zu: Inhaltsbereich Hauptnavigation Service-Navigation Weitere Informationen und Links


1977 fordert die IG Metall eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 35 Stunden in der Woche.
1979 zeichnet sich das Ende des sozialliberalen Reformzeitalters ab. Die zweite Ölkrise erschüttert die westeuropäische Wirtschaft und nimmt den Gewerkschaften durch die steigende Arbeitslosigkeit viel von ihrer Kampfkraft. Letztlich führt die Strukturkrise zum Sturz von Helmut Schmidt durch die FDP. mehr...
Die Kohl–Regierung setzt auf eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, die zunächst konträr zu den keynesianischen Prinzipien der siebziger Jahre steht. Schnell wird deutlich, dass hiermit die radikale Abkehr von sozialstaatlichen Prinzipien gemeint ist. Damit begibt sich Kohl in ein ideologisches Bündnis mit der britischen Premierministerin Margaret Thatcher und dem amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan. mehr...
Die Reformen der christlich-liberalen Kohl-Regierung fordern die Gewerkschaften zunehmend heraus. Dass sie die Menschen mobilisieren wollen und können, beweisen sie auf vielen Kundgebungen. Durch Streiks wird der teilweise Einstieg in die Arbeitszeitverkürzung erreicht. mehr...
Im Wirtschaftswunder der fünfziger Jahre gehen Deutschland die Arbeitskräfte aus. 1955 werden die ersten „Gastarbeiter“ aus Italien angeworben, später schließt die Bundesrepublik Anwerbeankommen vor allem mit Ländern des Mittelmeerraums. In den Betrieben haben es die MigrantInnen nicht leicht, sie werden oft angefeindet. Die Gewerkschaften sind sich der Probleme bewusst: Im November 1971 verabschiedet der DGB seine Forderungen zur Migrationspolitik. Ziel ist die „beschleunigte soziale Integration der ausländischen Arbeitnehmer“. 1972 erhalten die ZuwanderInnen durch das neue Betriebsverfassungsgesetz die vollen Mitbestimmungsrechte im Unternehmen und haben fortan die gleichen Rechte wie ihre deutschen KollegInnen. Doch damit ist der alltägliche Rassismus längst nicht aus der Welt. 1985 gründen das DGB–Jugendmagazin „ran“ und die DGB–Jugend unter dem Motiv der Gelben Hand den Verein gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, „Mach meinen Kumpel nicht an!“. Das Logo wird in kürzester Zeit zum Symbol für Zivilcourage und gegen Ausländerfeindlichkeit. www.gelbehand.de
Anfang der 80er-Jahre verschärfen die Gewerkschaften den Widerstand gegen die Nachrüstungspläne der Nato. Nach dem Nato-Doppelbeschluss gehen am 22. Oktober 1983 weit mehr als eine Million Menschen auf die Straße, um doch noch die Stationierung von US-Atomraketen zu verhindern. Der DGB-Bundesvorstand appelliert an die Großmächte: „Rüstet endlich ab!“. Bereits 1966 hatte der 7. DGB–Bundeskongress beschlossen, den 1. September als einen Tag für Frieden und gegen den Krieg zu begehen. Der Antikriegstag erinnert an den deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939, mit dem der Zweite Weltkrieg begann. In dessen Verlauf wurden 60 Millionen Menschen getötet.
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften haben sich stets für freie Gewerkschaften eingesetzt und viele Demokratiebewegungen weltweit unterstützt. Das enge Verhältnis zur freien polnischen Gewerkschaft Solidarnosc ist von besonderer Bedeutung. Ihr erfolgreiches Aufbegehren zeigt, was in Osteuropa möglich ist. mehr...
Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, noch heute ist dies nicht selbstverständlich. Frauenpolitik wird Anfang der 60er Jahre Gewerkschaftsthema.
„Wir, als Deutsche müssen dazu beitragen, dass Konflikte durch Verhandlungen und friedlichen Ausgleich geschlichtet werden“, fordert Heinz Oskar Vetter am 1. September, dem Antikriegstag des Jahres 1981. Vetter hatte den 2. Weltkrieg als Soldat miterlebt.
Die Festreden von Bundespräsident Horst Köhler, DGB-Vorsitzendem Michael Sommer und IGB-Präsidentin Sharan Burrow in Bild und Ton. Zahlreiche Glückwünsche haben uns erreicht. Dankeschön!