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Die wirtschaftliche und soziale Einheit mit der Folge der Transformation der DDR–Wirtschaft stellt sich bald als riesige Herausforderung heraus. Die wirtschaftliche Substanz und damit viele der Arbeitsplätze mussten schnellstmöglich gesichert werden. An diesen Prozessen ist der DGB maßgeblich beteiligt. mehr...
Auch wenn mit der angekündigten staatlichen Vereinigung der Weg zur deutschen Gewerkschaftseinheit frei war, herrschte weiter Unklarheit darüber, was mit dem FDGB geschehen sollte. Eine Fusion kam aus Sicht der DGB–Gewerkschaften nicht in Frage, weil der FDGB keine unabhängige Organisation der ArbeitnehmerInnen war, sondern eine Massenorganisation der herrschenden SED. Hans Berger, Vorsitzender der IG Bergbau und Energie, schlug den Vorsitzenden der mittlerweile selbstständigen Einzelgewerkschaften des FDGB vor, aus ihren Reihen einen Sprecherrat zu bilden. Sie nahmen den Vorschlag an und lösten den FDGB im September 1990 auf. Später traten sie den DGB-Gewerkschaften bei.
Noch nie war eine Frauengeneration so gut ausgebildet wie heute. Doch das wirkt sich noch immer nicht auf ihre Chancen am Arbeitsmarkt, auf ihre Entlohnung und ihre Aufstiegsmöglichkeiten aus. Aber der Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern ist beschritten. Ein Baustein war die Frauenoffensive des DGB von 1992. Das Ziel: Die Gleichstellung der Frau in allen Lebensbereichen durch ein neues partnerschaftliches Rollenverständnis und Beseitigung diskriminierender Strukturen. mehr...
Die Umverteilungspolitik der Kohl–Regierung geht auch in den Neunzigerjahren weiter, für die Gewerkschaften wird sie zur ständigen Herausforderung. Gleichzeitig wächst in der Bevölkerung die Angst vor Arbeitsplatzverlust und Armut. Die Meinungsforscherin Elisabeth Noelle–Neumann prägt den Begriff der „Gerechtigkeitslücke“, die sich in Deutschland immer stärker öffnet. mehr...
Der DGB beschließt 1996 ein neues Grundsatzprogramm, um für die kommenden Jahre auch organisationspolitisch gewappnet zu sein. Der Grundsatz einer „sozialen Marktwirtschaft“ wird dabei besonders betont. Durch Fusionen stellen sich die Gewerkschaften neu auf. mehr...
Statt blühender Landschaften brachte die Wiedervereinigung dem Osten einen beispiellosen Arbeitsplatzabbau. 1995 waren bundesweit durchschnittlich fast 3,4 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. In dieser Situation holte der DGB seine Mitgliedsgewerkschaften, Arbeitgeber und die Bundesregierung an einen Tisch. Dieser Beschäftigungsgipfel war der Beginn des ersten „Bündnis für Arbeit“ – das bald am Wortbruch der Bundesregierung von Kanzler Helmut Kohl scheiterte. mehr...
Sechzehn Jahre christlich–liberale Regierung haben das Land und das Wirtschaftsmodell Deutschland grundlegend verändert. Doch 1998 ist Helmut Kohls Nimbus des Vereinigungskanzlers verblasst, jetzt besteht die Chance einer sozialen Wende in der Regierungspolitik. Rot–Grün übernimmt die Macht. mehr...
Verunsicherung, Existenzangst und unklare Zukunftsperspektiven führen Anfang der neunziger Jahre zu anhaltenden, rechtsextremen Gewalttaten. Dagegen setze der DGB vor allem auf Aufklärung und auf die Werbung für ein friedliches Miteinander. Nach der bekanntesten Initiative „Mach' meinen Kumpel nicht an!“ folgen zahlreiche Projekte gegen Rechts, auch gemeinsam mit Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsorganisationen und Arbeitgebern. Eine dieser Initiativen ist die Kampagne „Hass macht dumm“ von 1992. Der DGB wirbt damit für die Verteidigung von Humanität und Toleranz im Miteinander von Deutschen und Ausländern und stellt sich gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus.
Nach der Vereinigung kommt der Aufschwung in den neuen Ländern schleppend in Fahrt. Die Arbeitslosigkeit steigt. Der DGB organisiert Solidarität.
Wiedervereinigung Kampf gegen Sozialstaatsabbau und Arbeitslosigkeit Kinospot 1998 – Für Arbeit und Soziale Gerechtigkeit
Die Festreden von Bundespräsident Horst Köhler, DGB-Vorsitzendem Michael Sommer und IGB-Präsidentin Sharan Burrow in Bild und Ton. Zahlreiche Glückwünsche haben uns erreicht. Dankeschön!