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Die Massenarbeitslosigkeit und der dadurch entstandene Kostendruck auf die Sozialsysteme veranlasst die Rot–Grüne Bundesregierung, die Wirtschafts– und Sozialpartner stärker in ihre Reformvorhaben einzubinden. Ein weiterer zentraler Punkt der „Kanzlerrunden“ ist die Ausbildungsplatzmisere und ihre Bekämpfung mit klaren Vereinbarungen. Doch die Gespräche scheitern. mehr...
Die Hartz–Reformen sollen die größten Sozialreformen der Geschichte der Bundesrepublik werden. Im Kontext der Agenda 2010–Reform werden sie jedoch mit heißer Nadel gestrickt und durch Mitwirkung des Bundesrates teils geändert. Einige Bestandteile sind durchaus notwendige Reformschritte, andere schlichtweg unsozial und arbeitgeberfreundlich. mehr...
Die Hartz–Reformen waren größtenteils unpopulär und beschädigten das Ansehen der SPD. Die Auswirkungen spürt die Partei im Jahr 2005 bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Sie geht für die SPD verloren und Bundeskanzler Schröder entscheidet sich für Neuwahlen im Bund. Eine Wahl zur Agenda 2010, die in einem Patt endet. mehr...
Zur Jahreswende 2005/2006 wird deutlich, dass die EU–Kommission einen fundamentalen Angriff auf die Arbeitnehmerinteressen beabsichtigt. Die Umsetzung der so genannten Bolkestein-Richtlinie in der damaligen Fassung hätte eine ausufernde Konkurrenz der europäischen Länder um niedrige Sozialstandards zur Folge gehabt. Der gewerkschaftliche Widerstand ist sicher. mehr...
Der 17. DGB-Bundeskongress im Mai 2002 wählt Michael Sommer als Nachfolger von Dieter Schulte zum neuen DGB–Vorsitzenden. Sommer wird vier Jahre später von den knapp 400 Delegierten des 18. Ordentlichen Bundeskongress in Berlin bestätigt. Alle vier Jahre wählt dieses höchste Gremium des DGB einen neuen Geschäftsführenden Bundesvorstand. Der Kongress spricht sich für Mindestlöhne nicht unter 7,50 Euro aus. Weitere Schwerpunkte sind die Regulierung der internationalen Finanzmärkte und eine demokratisch legitimierte Europäische Verfassung, die Abwehr unsozialer Reformen im Gesundheits- und Rentenwesen sowie im Bereich der Arbeitsnehmerrechte.
Guy Ryder
Am 1. November 2006 macht die internationale Gewerkschaftsbewegung einen großen Schritt nach vorne. Delegierte von mehr als 300 Gewerkschaften aus 160 Ländern gründen in Wien den neuen Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB). Damit schließen sich der reformorientierte „Internationale Bund Freier Gewerkschaften“ (IBFG) mit rund 155 Millionen Mitgliedern und der christliche „Weltverband der Arbeitnehmer“ (WVA) mit rund 26 Millionen Mitgliedern zusammen. Beide hatten sich am Vorabend aufgelöst, um den Weg für den IGB freizumachen. Weitere nationale Gewerkschaften, die bisher in keinem der beiden Weltverbände organisiert waren, stoßen dazu. Ziel des IGB mit insgesamt etwa 190 Millionen Mitgliedern ist, als „Global Player“ für eine sozialere Gestaltung der Globalisierung einzutreten. Zur Präsidentin wurde die Australische Gewerkschafterin Sharan Burrow gewählt, zum stellvertretenden Präsidenten DGB-Chef Michael Sommer. Die Geschäftsführung obliegt Generalsekretär Guy Ryder.
Die einsetzende Konjunktur zum Jahresende 2006 macht Hoffnung auf neue Arbeitsplätze und steigendes Wirtschaftswachstum. Die einsetzende Erholung des Arbeitsmarktes beruht jedoch zumeist auf der Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse, die befristet sind und oft untertariflich entlohnt werden. Die Gewerkschaften starten Initiativen und Kampagnen für Mindestlöhne. mehr...

Ende 2008 bricht die größte Weltwirtschaftskrise seit den 20er Jahren aus. Ein ungeregelter Kapitalmarkt ist eine der Ursachen des Beinahe-Kollapses der Weltwirtschaft. Die Regulierung der internationalen Finanzmärkte steht seit dem auf der Tagesordnung. Die Gewerkschaften hatten bereits seit Langem vor den Gefahren unregulierter Finanzmärkte und der Bankenmacht gewarnt. mehr...
Ärger mit dem Chef? Stress in der Ausbildung? Dr.Azubi von der DGB Jugend hilft schnell und kostenlos. Der Spot lief selbst auf MTV.
„Aktienoptionsprogamme haben sich als nicht sinnvoll erwiesen – sie haben nicht zur Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Manager beigetragen,“ sagt Michael Sommer im Mai 2006 nach seiner Wiederwahl beim DGB-Bundeskongress. Er fordert mehr Transparenz und die Kontrolle der Finanz- und Aktienbranche.
Acht Forderungen an die Politik Einheitsgewerkschaft konstitutiver Bestandteil Keine Mindestlöhne unter 7,50 Euro
Die Festreden von Bundespräsident Horst Köhler, DGB-Vorsitzendem Michael Sommer und IGB-Präsidentin Sharan Burrow in Bild und Ton. Zahlreiche Glückwünsche haben uns erreicht. Dankeschön!